Sterbegeld mit oder ohne Wartezeit?

Sterbegeldversicherung mit oder ohne Wartezeit?

Im Allgemeinen besteht der Versicherungsschutz bei Sterbegeldversicherungen ab dem Tag des Versicherungsbeginns. Der vollständige Schutz kann in Ausnahmefällen aber erst zu einem späteren Zeitpunkt anfangen. Diese Übergangszeit wird Wartezeit genannt und gilt meist nur für Sterbegeldtarife, bei denen keine Gesundheitsprüfung notwendig ist.

 

Definition von Wartezeit

Die sogenannte Wartezeit lässt sich wie folgt definieren:

Unter einer Wartezeit versteht man den Zeitraum, in dem keine oder nur ein Teil der Versicherungsleistung ausgezahlt wird, wenn innerhalb dieses Zeitraums der Versicherungsfall eingetreten ist. In der Sterbegeldversicherung gilt der Todestag der versicherten Person als Zeitpunkt des Versicherungsfalls.

Es gibt jedoch Ausnahmen, wenn der Tod durch einen Unfall herbeigeführt wurde. In diesem Fall wird die Versicherungssumme auch während der Wartezeit vollständig ausgezahlt. Bei den meisten Tarifen verdoppelt sich sogar die Versicherungssumme bei einem Unfalltod.

Bei Eintritt des Todes nach Ablauf der Wartezeit erhalten die Hinterbliebenen die komplette, vereinbarte Versicherungssumme.

 

Dauer der Wartezeit

Der genaue Zeitraum der Wartezeit ist von dem Sterbegeldtarif abhängig. Es gibt Tarife sowohl mit kurzen als auch mit langen Wartezeiten. Erfahrungsgemäß können Sie zwischen folgenden Wartezeiten wählen:

  • 12 Monate / 1 Jahr
  • 15 Monate
  • 18 Monate
  • 24 Monate / 2 Jahre
  • 36 Monate / 3 Jahre

 

Auszahlungspläne innerhalb der Wartezeit

Tritt tatsächlich der Tod innerhalb der Übergangszeit ein, gibt es je nach Anbieter und Tarif unterschiedliche Varianten, wie viel Geld aus der Versicherung ausgezahlt wird.

Eine Variante ist, dass die Hinterbliebenen die eingezahlten Versicherungsbeiträge zurückerhalten. Je nach Art der Rückzahlung werden die Beiträge dann komplett oder zu einem festgelegten Prozentsatz ausgezahlt.

Ein anderes Modell gewährleistet die anteilige Auszahlung der Versicherungssumme. Dabei werden innerhalb der ersten 36 Monate zum Beispiel ein Drittel, zwei Drittel oder andere Aufteilungen von der Versicherungssumme verwendet.

Auszahlungsbeispiel

Tarif der Monuta Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung. Von dem 1. bis 24. Monat werden aufgrund der Wartezeit nur 80% der eingezahlten Beiträge im Versicherungsfall ausgezahlt.

Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit

Alternativ haben Sie die Möglichkeit eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit zu beantragen. Interessieren Sie sich für diesen Schutz, dann ist allerdings eine Gesundheitsprüfung notwendig. Sofern Sie gesund sind und in der Vergangenheit keine schweren Erkrankungen hatten, so ist die Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit einem Tarif mit Wartezeit vorzuziehen. Sollte der Tod nämlich bereits in den ersten drei Jahren nach Vertragsabschluss eintreten, erhalten Sie immer die komplette Versicherungssumme.

Wenn Sie eine gute Sterbegeldversicherung suchen (egal ob mit oder ohne Wartezeit), dann finden Sie einen passenden Tarif in dem Online-Vergleich.